5 Mrz 2018
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Autofahren im Zen-Stil: so bleibt man relaxed!

Verwandeln wir uns am Steuer? Entgegen der landläufigen Meinung verhalten wir uns im Auto so, wie wir sind. Wir fühlen uns geschützt und wie zu Hause. Dabei holen wir das Schlechteste aus uns heraus, wenn wir uns bei unseren Entscheidungen von Emotionen leiten lassen.

Hinter jeder Handlung am Steuer stehen Emotionen, unbewusst, aber wie ein Filter, durch den wir die Realität des Autofahrens wahrnehmen.

 

Wenn unsere Emotionen uns leiten

Wie jede Kaufentscheidung ist auch unser Verhalten hinterm Steuer mit einer hohen emotionalen Komponente verbunden.

Die Mehrheit der Autofahrer lässt sich bei Entscheidungen, von denen ihr Leben abhängen könnte, vom limbischen System, dem emotionalen Gehirn leiten.

Wenn uns die Handlung eines anderen Autofahrers beeinflusst, können wir bis zu 37 % unserer Aufmerksamkeit verlieren.

Wenn ein anderes Auto an unserer hinteren Stoßstange klebt, steigert sich unsere Herzfrequenzvariabilität, ein zentraler Indikator für die Stressbelastung, um 27 %.

Autofahren ist eine komplexe geistige Tätigkeit, bei der wir 100 Entscheidungen pro Minute treffen. Um sicher Auto fahren zu können, müssen wir emotional intelligente Fahrer sein.

 

Fünf Schritte zur emotional intelligenten Fahrweise

Intelligentes Autofahren verhindert nicht nur Unfälle, sondern beschert dir ein angenehmes Erlebnis mit car2go. Befolge diese fünf Schritte und erlebe es selbst:

 

1

Vor dem Losfahren solltest du den Zustand des Autos von außen prüfen.

Damit verhinderst du nicht nur, dass du für Dellen verantwortlich gemacht wirst, die nicht von dir stammen, sondern rufst dir auch ins Bewusstsein, was du tun wirst: Autofahren.

Und lasse dabei alle Probleme außen vor, lasse sie im Unterbewussten reifen, und am Ende deiner Runde siehst du sie wahrscheinlich mit anderen Augen.

 

2

Finde deine optimale Position. Es ist ganz leicht festzustellen, dass sich unsere Haltung entspannt, sobald unsere Aufmerksamkeit am Steuer nachlässt.

Eine Haltung, die auch zur Meditation geeignet ist, ist auch für den Autofahrer sinnvoll.

Die richtige Haltung lässt unser Gehirn besser arbeiten.

 

3

Nutze die Trägheitsmomente. In den Städten kämpfen Autofahrer verzweifelt um jede Lücke im Verkehr.

Der Konkurrenzdruck lässt uns das Einfädeln anderer Fahrer blockieren oder aufs Gas treten und erst im letzten Moment bremsen.

Kämpfe nicht gegen den Verkehr.

Versuche, dich wie ein Blatt zu fühlen, das auf einem Fluss treibt, ohne zu versuchen, schneller als die anderen zu sein, sanft zu fahren, ohne mehr als nötig zu bremsen und zu beschleunigen.

 

4

Abstand einhalten. Wenn du den Sicherheitsabstand nicht einhältst, wird dein Vordermann unruhig.

Bei Nichteinhalten steigt deine Anspannung um etwa 15 %.

Halte beim Fahren immer einen Abstand von 2 Sekunden zum Vordermann ein und lasse beim Abbremsen 2 Meter frei.

 

5

Mache dir die Situation zu eigen, so dass nichts und niemand dich lenkt.

Der Konflikt besteht nicht in der Situation an sich, sondern darin, wie wir sie interpretieren.

Im Verkehr begegnen uns ständig Situationen, die einen Konflikt auslösen. Nutze die Methode des leeren Bootes.

Das kreuzende und das sich einfädelnde Fahrzeug sind Boote ohne Ruderer, die von der Strömung getrieben werden.

Ein leeres Boot auf deinem Fluss, dem du ausweichen musst.

Herr der eigenen Emotionen sein

Emotionen sind ein essentieller Bestandteil des Lebens. Sie steuern alle deine Entscheidungen, auch die, die du am Steuer triffst.

Ohne Emotionen kannst du nicht fahren, aber sie können lebensgefährlich sein.

Gutes Autofahren kann dir helfen, deine Fähigkeiten auszubauen und deine Emotionen zu steuern. Der ZEN-Fahrstil leistet einen Beitrag zum besseren Leben.

 

Welche Art Autofahrer bist du?

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