7 Dez 2017
BIG PICTURE

Internationale Weihnachtsbräuche in der car2go Community

Zweifellos ist die Vorweihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres. Überall ist Magie zu spüren, die Menschen kommen sich näher, nehmen sich Zeit füreinander und führen typische regionale Traditionen fort. Das gilt auch für die car2go community.

Da sich die car2go community über verschiedene Regionen, Länder und Kontinente erstreckt, gibt es zahlreiche lokale Gebräuche und verschiedene Möglichkeiten, die lange Zeit des Wartens auf Weihnachten zu verkürzen.

 

Wann wird in Italien der Weihnachtsbaum aufgestellt?

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist es in Italien üblich, seinen Weihnachtsbaum bereits am 8. Dezember aufzustellen, am Tag der unbefleckten Empfängnis. Dies gilt jedoch nicht für alle Städte.

In Mailand gibt es zum Beispiel die Tradition, den Baum am 7. Dezember aufzustellen, dem Tag des Schutzpatrons St. Ambrosius. In Bari schon am 6. Dezember, dem Tag des Schutzpatrons St. Nikolaus.

shutterstock_526583461.2

Für gewöhnlich bleibt der Baum bis zum 6. Januar stehen und wird dann abgebaut.

Die Herkunft dieser Tradition ist nicht eindeutig geklärt. Die Geschichte des Weihnachtsbaums reicht weit zurück, sogar über die Bräuche der katholischen Kirche hinaus. Vielleicht haben sich die Einwohner einfach dazu entschlossen, diese bedeutenden Tage (Empfängnis, St. Ambrosius, St. Nikolaus) mit der Tradition eines Weihnachtsbaums zu verknüpfen.

 

Schon mal von Sinterklaas gehört?

Da man in den Niederlanden bereits am 5. Dezember das Fest „Sinterklaas“ feiert, gibt es an Weihnachten normalerweise keine großen Geschenke mehr.

Sinterklaas kommt Mitte November mit seinem Boot aus Spanien, wo er den Erzählungen zufolge lebt. Viele niederländische Städte, die einen eigenen Hafen besitzen, feiern die Ankunft von Sinterklaas mit dem Schiff. Die offizielle Ankunft wird landesweit im Fernsehen übertragen.

sinterklaas_boot

Wenn er erst einmal da ist, sind alle kleinen Kinder besonders aufgeregt, denn der Geschichte nach nimmt Sinterklaas sie mit seinem Schiff zurück nach Spanien, wenn sie nicht brav gewesen sind.

Jeden Abend singen die Kinder besondere Lieder für Sinterklaas und stellen einen ihrer Schuhe an den Kamin sowie einen Napf mit Wasser und einer Möhre für Amerigo, das weiße Pferd von Sinterklaas. Während der Nacht erklimmen Sinterklaas und sein Helfer der „Zwarte Piet“ die Dächer, um den Kindern ihre Geschenke zu bringen. Der schwarze Piet rutscht durch den Kamin und legt die Geschenke in die Schuhe.

Am 5. Dezember bringt Sinterklaas einen großen Sack mit Geschenken für die Kinder. In der Regel steht dieser neben der Tür und irgendjemand klopft an die Tür, damit es so aussieht, als hätte Piet selbst diesen dort abgestellt.

Die Kinder sind dann sehr glücklich… auch darüber, dass sie nicht mit nach Spanien müssen. 🙂

 

Jeden Tag ein Stückchen Schokolade. Oder lieber ein Bier?

Neben Weihnachtsplätzchen und anderen süßen Leckereien hat in Deutschland jedes Kind und auch all jene, die nicht erwachsen werden möchten, einen sogenannten Adventskalender zuhause.

Traditionellerweise ist dies ein Karton mit einem schönen Weihnachtsbild, gefüllt mit kleinen Schokoladenstückchen, die hinter 24 kleinen Türchen versteckt sind.

IMG_0882

Am Morgen des ersten Dezembertags laufen die Kinder im ganzen Land sofort zu ihrem Kalender, um herauszufinden, was sich hinter dem Türchen verbirgt.

Selbstverständlich gibt es viele verschiedene Kalender. Ganz nach den eigenen Vorlieben gibt es Kalender mit Teebeuteln, unterschiedlichen Süßigkeiten, kleinen Bierflaschen, Spielzeug, Gedichten, Schmuck und noch viele andere.

Viele Eltern basteln einen eigenen Adventskalender für ihre Kinder mit kleinen sorgfältig ausgewählten Überraschungen für jeden Tag. Auch manche Paare tun das und verkürzen sich die lange Wartezeit mit täglichen Überraschungen.

 

Schon mal bei einer Lotterie dein Glück versucht?

Wenn du aus Spanien bist, hast du mindestens einmal im Leben ein Los der spanischen Weihnachtslotterie „El Gordo“, der Dicke, gekauft. Sie ist die größte Lotterie der Welt und dazu auch eine der ältesten. Die erste Ziehung fand bereits 1812 statt.

Ein Los kostet jeweils 200 Euro, kann jedoch in sogenannte „decimos“, in Zehntel, aufgeteilt werden. Viele Freunde und Arbeitskollegen legen zusammen, um sich eine Chance auf zusätzliches Weihnachtsgeld zu sichern. Der Gewinn beträgt vier Millionen Euro!

Spanish_lottery

source: barcelonayellow

Und da jeder einen eigenen Decimo bekommt, gibt es keinen Betrug. Jeder bekommt seinen Anteil!

El Gordo wird jedes Jahr am 22. Dezember gezogen. An diesem Tag sitzen fast überall die Menschen vor ihren Radios und warten auf die Ziehung.

Für die Ziehung werden zwei große Trommeln verwendet. In der einen Trommeln befinden sich Holzkugeln mit einer fünfstelligen Nummer, in der anderen befinden sich die Gewinnsummen. Wenn die Ziehung erfolgt, steht neben jeder der Trommeln ein Kind. Eines der Kinder zieht die Gewinnsummen, das andere Kind zieht die siegreichen Losnummern.

Dann tragen Sie die Kugeln zu einem Tisch, an dem die offiziellen Lottoaufseher sitzen. Die Mitglieder der Lotteriekommission registrieren die Losnummer des Gewinners und den entsprechenden Gewinn. Dann werden die Kugeln für die Aufzeichnung in eine Art Regal gelegt. Dieses Verfahren wird stundenlang wiederholt, bis alle Gewinne vergeben sind.

 

Essenspäckchen und traditionelle Gaita-Musik in Venezuela

Weihnachten in Venezuela ist eines der farbenfrohesten Feste in Lateinamerika. Zu den traditionellen venezolanischen Weihnachtsgerichten gehört „Hallacas“, eine Mischung aus Rind, Schwein, Hühnchen, Kapern, Rosinen und Oliven. Diese wird in Mais- und Kochbananenblätter eingewickelt, mit einem Band zu einem Paket verschnürt und anschließend gekocht oder gedämpft.

shutterstock_394710112.2

Traditionell werden die Speisen zusammen mit der Familie zubereitet und dabei hört man traditionelle venezolanische Weihnachtsmusik: Gaita-Musik. Dies ist ein Volksmusikstil aus dem Bundesstaat Zulia.

Die Musik wird mit verschiedenen Instrumenten gespielt, unter anderem mit „Cuatro“ (eine viersaitige Gitarre), „Tambora“ (eine venezolanische Trommel), „Furro“ (eine Art Trommel, allerdings mit einem Stab durch das Trommelfell, mit dem man verschiedene Töne erzeugen kann) und „Charrasca“ (ein geripptes Rohr, über das man mit einem Stab fahren kann).

Wie verkürzt ihr euch die Zeit bis Weihnachten? Auf welche Tradition freut ihr euch schon das ganze Jahr?