18 Nov 2017
LOCAL FLAVOUR

Was ist Feinstaub?

In Städten, die an einer hohen Feinstaub-Belastung leiden, wie Stuttgart, wird immer wieder über mögliche Lösungen zur Minimierung nachgedacht. Aber was genau ist Feinstaub eigentlich und wie kann er uns schaden?

Was ist Feinstaub?

Feinstaub ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen Chemikalien wie z.B. Abriebmaterialen wie Gummi, Ruß und Pollen.

Einfacher formuliert kann man auch von winzig kleinen Teilchen in der Luft sprechen. Die größten Feinstaubteilchen sind im Durchmesser immer noch zehn Mal kleiner als ein Haar.

Sie sind so klein, dass es fast scheint als ob sie schwerelos seien – einmal aufgewirbelt bleiben sie tagelang in der Luft.

Von was hängen Feinstaubwerte ab?

Wie hoch das Feinstaubaufkommen in der Luft ist, hängt sehr stark vom Wetter ab. An Tagen an denen kaum ein Luftaustausch stattfindet, ist der Feinstaubwert generell höher.

Wenn es hingegen regnet, „spült“ der Regen den Feinstaub auf den Boden und säubert somit die Luft.

Stuttgart hat durch die Kessellage der Stadt ein besonders großes Feinstaub-Problem. Um die Werte unter Kontrolle zu halten, wurde der, den Stuttgartern wohl bekannte, Feinstaubalarm eingeführt.

Ist Feinstaub gefährlich?

Feinstaub kann gesundheitsschädlich sein. Je kleiner die Teilchen, desto gefährlicher sind sie. Da sie so klein sind können sie in Bronchen, Lungenbläschen und sogar in das Blut vordringen.

Gesundheitsschädlich sind Feinstaubteilchen nicht nur da sie Fremdkörper im menschlichen Körper darstellen, sondern auch da sie Teils aus schädlichen Stoffen wie Kohlenwasserstoff oder Nickel bestehen.

 

Was für Krankheiten können durch Feinstaub entstehen?

Feinstaub kann besonders für Asthmatiker gefährlich sein. Bei ihnen können sich durch die kleinen Teilchen in der Lunge Symptome noch verschlimmern.

Aber auch bei gesunden Menschen hat Feinstaub Auswirkungen auf die Lunge – es steigt beispielsweise das Lungenkrebs-Risiko.

Auch andere Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem bei Kindern Mittelohrentzündungen können nachweislich durch zu hohe Feinstaubwerte in der Luft ausgelöst werden.

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaub wird auch als Aerosole bezeichnet. Hierbei kann man unter primären und sekundären Aerosole unterscheiden.

Primäre Aerosole

Primär Aerosole können direkt in der Umwelt ermittelt werden. Natürlich können sie z.B. bei der Winderosion des Bodens, durch Baum-und Graspollen, Waldbränden und durch Seesalz in der Luft entstehen.

Künstliche primäre Aerosole entstehen durch Bau- und Erntearbeiten, im Verkehr durch Reifenabrieb und Dieselruß, aber auch durch manche Heizungen (Holz-, Kohle-, Ölheizungen).

Sekundäre Aerosole

Sekundäre Aerosole entstehen meist aus Gasen, die in einem zweiten Schritt in der Atmosphäre reagieren.

Dies kann zum Beispiel passieren indem Stoffe wie Terpene, welche durch Bäume oder Holzfeuer in die Atmosphäre gelangen, auf in der Luft enthaltenen Stoffe kondensieren.

Künstliche sekundäre Aerosole können durch die Landwirtschaft, Heizungsanlagen, Verkehr oder die Industrie entstehen.

Was kann gegen Feinstaub gemacht werden?

Um in Städten die Feinstaubwerte niedrig zu halten wird versucht den Verkehr zu reduzieren. „Auto fasten“ wäre also wirklich eine vor-österliche Tat mit der man sich, seinen Mitmenschen und der Umwelt etwas Gutes tun könnte.

Alternativ kann auf das Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden, aber auch das Bilden von Fahrgemeinschaften ist eine Option.

In Stuttgart ist auch car2go eine Alternative. Elektroautos produzieren weniger Feinstaub – außerdem gilt immer, wenn Feinstaubalarm ist, ein vergünstigter Tarif.

 

Wäre für euch Autofasten eine Option?