7 Sep 2017
LOCAL FLAVOUR

Schwäbische Küche – Ein kulinarischer Streifzug durch das Ländle

Es gibt viele typische Spezialitäten, die weit über die Landesgrenze hinaus bekannt und berühmt sind. Die Top 5 des Stuttgarter car2go Teams gibt es hier.

Ob lieber deftig oder süß, die Schwäbische Küche kann sowohl-als-auch.

Platz 5: Gaisburger Marsch

Ein Eintopf mit Geschichte! Vermutlich ist der Eintopf im Jahre 1933 entstanden, als das Winterhilfswerk den 1. Eintopfsonntag ins Leben gerufen hat.

Die erst kurz zuvor an die Macht gekommenen Nationalsozialisten wollten bedürftigen „Volksgenossen“, durch Geld-, Kleider- und Nahrungsmittelspenden über den Winter helfen. So gab es in der Zeit von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag eines Monats den sogenannten „Eintopf-Sonntag“.

Die Familien wurden aufgefordert, an diesem Tag nur Eintopf zu essen und das gesparte Geld dem WHW zu geben. Wer nicht „freiwillig“ spendete, hatte gegebenenfalls mit Sanktionen zu rechnen.

Der Eintopf besteht traditionell aus einer kräftigen Rinderbrühe, Rindfleisch, Kartoffeln und Spätzle. Tatsächlich gibt es in den Wintermonaten auch heute noch kaum etwas Besseres und Leckeres zu essen!

 

Platz 4: Schupfnudeln

Eigentlich heißen sie ja im schwäbischen Munde „Bubenspitzle“, woher dieser Name kommt, kann sich jeder selbst ausmahlen;). Mit normalen Nudeln haben sie wenig zu tun, da sie überwiegend aus Kartoffeln geformt werden.

Traditionell isst man sie mit Kraut, die sogenannten „Krautschupfnudeln“. Aber auch süß, z. B. mit Apfelmuss und Zimt und Zucker sind sie sehr lecker!

 

Platz 3: Ofenschlupfer

Für den Ofenschlupfer braucht man Brot, Äpfel und Zucker. Das Brot wird in die Pfanne angebraten und mit Zucker gemischt. Anschließend etwas Milch dazu, in eine Form geben und in den Backofen schieben.

Statt Brot kann man auch Hefezopf nehmen und statt der Milch Eier und Sahne.

Wie auch immer man es zubereitet, es ist und bleibt ein super leckerer Nachtisch, der wirklich jedem gelingt.

 

Platz 2: Maultaschen

 

Oder auch „Herrgottsbscheißerle“. Eigentlich gibt es das immer freitags, da man da kein Fleisch essen darf. Der Schwabe an sich ist ein „schlauer Fuchs“, also packt er das Hackfleisch einfach in einen Nudelteig, so dass der „Herrgott“ nicht sehen kann, was man isst.

Mittlerweile kann man die Maultaschen natürlich auch an anderen Tagen essen und das in vielen Variationen. Ob geschmälzt, gebraten, in der Suppe oder sogar als Auflauf oder Salat. Man kann sie einfach immer essen!

 

Platz 1: Soida mit Lensa und Schpätzle

Es ist das Gericht der Schwaben. Leckere Alblinsen, Spätzle und ein Paar Saitenwürstchen machen dieses Gericht perfekt. Fehlen darf da natürlich auch nicht eine gehörige Portion Essig.

Die einen lieben es, die anderen hassen es. Das trifft bei diesem Gericht wohl mehr als zu.

Also wer es noch nicht probiert hat, der hat was verpasst!

 

Und nun zu euch: Welches ist euer liebstes schwäbisches Gericht?