20 Apr 2017
BIG PICTURE

Cashless Payment – selbstverständlich wie das Bezahlen mit Bargeld

Wenn die Kasse nicht mehr klingelt, könnte das zum einen daran liegen, dass heute ein Großteil aller Internetnutzer online einkauft, zum anderen auch daran, dass sich Zahlungen mit mobilen Endgeräten inzwischen verdreifacht haben.

Nur Bares ist Wahres?

Nein, der Trend geht dahin, dass immer mehr Menschen mit Giro-, Kreditkarte oder auch per Smartphone bezahlen. Schweden ist inzwischen Vorreiter im bargeldlosen Bezahlen. Vom Bier in der Kneipe, dem Ticket für die U-Bahn bis hin zur Spende in der Kirche, Bargeld ist auf dem Rückzug.

Laut Wirtschaftswoche haben schwedische Banken bereits seit 2010 den Bargeldservice schrittweise eingestellt.

Ein Tag ohne Bargeld bezahlen– geht das?

Samstag 9:30 Uhr: die Sonne scheint, die Verabredung mit Freunden zum Frühstück in einem bekannten Coffee House steht an.

10 Uhr: mit der U-Bahn zum Treffpunkt. Das Ticket wurde nicht nur bargeld-, sondern auch problemlos über die App des regionalen Verkehrsanbieters bezahlt, bei dem vorher die Bankverbindung hinterlegt wurde.

11 Uhr: eine Stunde, einige Gespräche und ein belegtes Croissant mit Milchkaffee später wird das Zweitgetränk an der Theke des besagten Coffee House mit Girokarte kontaktlos bezahlt.

 

Anschließend gegen 12 Uhr geht es zum Wochenendeinkauf in den Supermarkt. An der Kasse wird mit Girokarte gezahlt.

Um 12:50 Uhr ist der Einkauf endlich geschafft und alles ordentlich in Tüten verstaut. Bevor es lange Arme vom Tragen gibt, wird der Einkauf schnell in ein car2go verladen, das Dank Navi auch den kürzesten Weg zur Wohnung findet.

Im Gegensatz zu Kindertagen kann natürlich nicht mehr per Münzeinwurf bezahlt werden. Dafür bleibt das Auto auch nicht nach einigen Minuten Fahrt stehen und immerhin kann die Musik auch selbst gewählt werden. Die Abrechnung erfolgt nach der Fahrt per Lastschrift.

 

15:25 Uhr: es geht zum Fitnessstudio um die Ecke. Auch hier ist Dank Lastschriftverfahren keine Barzahlung notwendig. Nach zwei Stunden geht es wieder nach Hause.

18 Uhr: Familienbesuch hat sich zum Abendessen angekündigt. Da keine Zeit zum Kochen bleibt, muss eine der gängigen Lieferservice-Apps aushelfen. Bezahlt wird per Paypal. Gegen 18:45 Uhr klingelt es an der Tür und das bereits bezahlte Essen wird geliefert.

23:15 Uhr: Fazit des Tages: bargeldlos bezahlen geht doch ganz gut.

Bargeldlose Bezahlung kennt viele Möglichkeiten

Je nach Art des Einkaufs bieten sich verschiedene Bezahlmethoden an. Hier ein Überblick über die verschiedenen Bezahlmethoden:

Bezahlung im Geschäft

 

Girocard

Hier gibt es drei verschiedene Möglichkeiten zur Bezahlung: Girocard und Unterschrift, Girocard und PIN oder GeldKarte.

 

Kreditkarte

Generell wird zwischen folgenden vier Kreditkartentypen unterschieden: Chargekarte, Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion, Debitkarte und Prepaidkarte.

 

Mobile Payment (kontaktloser Bezahlvorgang)

Für Mobile Payment gibt es folgende Möglichkeiten: einen Bezahlchip auf Giro- oder Kreditkarte (Bezahlung erfolgt über NFC, ohne PIN und Unterschrift bis zu einem Betrag von meist 20 €), Bezahlchip auf oder im Smartphone bzw. per Smartphone-Apps (über App des Geschäfts oder des Dienstleisters).

Bezahlmethoden für Onlineshopping

Traditionelle Bezahlmethoden

Zu den traditionellen Bezahlmethoden zählen Vorkasse, Rechnung, Bankeinzug, Nachname (Zahlung per Kreditkarte oder auch in bar bei Lieferung oder Abholung bei Station des Transportunternehmens) sowie Kreditkarte.

 

Anmeldung für Online-Bezahlverfahren

Der jeweilige  Anbieter fungiert hier als Zwischenhändler. Im Vorfeld muss ein Nutzerkonto mit der entsprechenden Bankverbindung oder den Kreditkartendaten angelegt werden. Der Anbieter zieht entsprechend den Betrag ein und leitet diesen an Händler weiter (bekanntes Beispiel: PayPal).

 

Zahlung über Onlinebanking:

Über Bezahldienste wie Giropay oder Sofortüberweisung können Zugangsdaten für Onlinebanking eingegeben oder Käufe unter Eingabe einer gültigen TAN abgeschlossen werden. Die Ware gilt dann ohne Wartefristen als bezahlt.

Natürlich ist nicht jede bargeldlose Bezahlmethode zu 100% sicher. Gerade im Falle eines Diebstahls oder bei NFC (Möglichkeit des Auslesens der Daten) ist natürlich Vorsicht geboten. Darüber hinaus macht das bargeldlose Bezahlen das Leben des Verbrauchers auch gläsern.

 

Bargeldlos bezahlen im Ausland

Ob auf Geschäftsreise oder im Urlaub, in den seltesten Fällen bleiben Käufe im Ausland erspart. Auch im Ausland hat das bargeldlose Zahlen Vorteile: es muss kein Geld gegen Gebühren getauscht oder abgehoben werden und bleibt somit auch nicht als Urlaubserinnerung in Form von Fremdwährung übrig.

Die Girocard eignet sich da, wo bargeldloses Bezahlen akzeptiert wird als Zahlmittel. Hier sollte aber unebdingt bei den jeweiligen Geschäften auf das Maestro- oder VPAY-Zeichen geachtet werden.

Während VPAY ein europaweites Verfahren ist, kann Maestro weltweit genutzt werden.

Besonders verbreitet ist auch die Nutzung der Kreditkarte im Ausland. Der Bezahlvorgang wird entweder durch Unterschrift oder die Eingabe der PIN autorisiert. Manche Banken berechnen Entgelte abhängig vom getätigten Umsatz. Darüber hinaus können auch außerhalb der Eurozone Gebühren entstehen.

 

In einigen Ländern kann auch per Reisecheck gezahlt werden. Diese können durch Barzahlung oder Überweisung erworben werden.

Sicheres Onlineshopping

Laut Statistik kaufen 98 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahren im Netz ein. Dennoch gibt es immer wieder Fragen: Wie erkennt man einen vertrauenswürdigen Online-Shop? Wie kann man sich vor Datenklau schützen und was sollte und muss man bei Bestellungen aus dem Ausland beachten?

Die Mercedes-Benz Bank hat an dieser Stelle zahlreiche wertvolle Tipps für sicheres Online-Shopping zusammengestellt.

 

Und kannst du dir ein Leben ohne Bargeld vorstellen?