17 Jan 2017
LOCAL FLAVOUR

Die besten Filme aus und über Hamburg

Mit ein paar Filmtipps geht es in ein bestimmt wieder bewegendes Jahr 2017.  Denn kaum jemand weiß, dass die Hansestadt bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein beliebter Drehort für die Filmindustrie war.

Am Anfang war das bewegte Bild… bereits 1918 bannte der Berliner Filmregisseur Erik Lund die Hamburger Silhouette und Hagenbecks Tierpark im Stummfilm „Sadja“ auf Zelluloid. Der Hauptdarsteller war einer der wohl berühmtesten Hamburger Schauspieler – Hans Albers.

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Hier sang er noch nicht „auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, aber in den 50er Jahren zeigte im gleichnamigen Film der „blonde Hans“ seine Sängerqualitäten als Seemann Hannes Wedderkamp.

Die Milieustudie zwischen Kiez und Hafen, durch eine dramatische Geschichte mit viel Lokalkolorit angereichert, lässt so manchen Hamburg-Fan ins Schwärmen kommen und die altvertraute Melodie mitsummen.

Filme über Seemannsgarn und kleine Fische

Doch die Stadt hat nicht nur Seemannsfilme hervor gebracht, auch berühmte Thriller wie „Spionagenetz Hamburg“, „Agent in eigener Sache“ oder „Die Akte Odessa“ zeigen viele Drehorte des Stadtzentrums, die auch heute noch wiederzufinden sind. Damit dokumentieren sie die Entwicklung der Stadt.

Regisseure aus der ganzen Welt nutzten die so unterschiedlichen Kulissen um mit großen Künstlern wie Hildegard Knef in „Das Mädchen aus Hamburg“, Cate Blanchett in „Wer ist Hanna?“ oder Pierce Brosnan in „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ zusammen zu arbeiten.

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Satirische Einblicke erhielt der Cineast dabei bereits in den 70ern bei „Das gelbe Haus am Pinnasberg“, einem Bordell für weibliche Kunden. Aber auch Filme und Serien für Kinder entstanden hier – Nostalgie kommt zum Beispiel beim Schabernack von  „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“ auf und bei „Timm Thaler“ bangt der Zuschauer bis zum Schluss um das verkaufte Lachen.

Auch der Ottifantenfreund Otto erlebte seine ersten großen Abenteuer in der Hansestadt. Laut Guinness-Buch der Rekorde ist „Otto-der Film“ noch immer einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Filme – wer hätte das gedacht?!

Hamburg ist Paris, Frankfurt, Berlin

Was nur wenige wissen: Hamburg diente in vielen Filmen als Kulisse für Städte wie London („Die toten Augen von London“), Paris, Frankfurt („Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“) und Berlin („Der Hauptmann von Köpenick“).

Satiren wie „Schtonk!“ von Helmut Dietl, mehrere Werke von Dieter Wedel (u.a. „Die Affäre Semmeling“, „Der König von St. Pauli“), Sönke Wortmanns „St.Pauli Nacht“ oder auch „Der letzte Lude“ – sie alle zeigen die Veränderungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Stadt.

Mittendrin die Perle an der Elbe, Hamburg im Wandel der Zeit, eine Stadt mit über 828 Jahren (Hafen-)-Geschichte. Diese Facetten verführen viele Regisseure immer wieder, die Straßen, Plätze und Ecken mit Handlungen zu füllen und diese den Zuschauern als Krimi, Komödie, Drama, Spielfilm oder Actionfilm ins Kino und heimische Wohnzimmer zu bringen. Eine Übersicht (fast) aller in der Stadt gedrehten Filme ist hier zu finden.

Fatih Akin hat nicht umsonst bereits fünf Filme in seiner Heimatstadt inszeniert, darunter einen der wohl beliebtesten Hamburger Kultfilme: Soulkitchen.

Die Regisseure Detlef Buck mit „Same same but different“, Uli Edel mit schwerem Stoff in „Der Baader-Meinhof Komplex“, Michael Herbig mit der Komödie „Buddy“ und Marc Rothemund mit dem bewegenden Film „Heute bin ich blond“ kreierten Szenenbilder zwischen Alster und Elbe, Kietz und Schanze oder Stadtpark und Speicherstadt.

Denn immer wieder wird Hamburg hauptsächlich wegen seines Hafens als Drehort für so viele Projekt gewählt. Über eine bestimmte „Hafenansicht“ wird dann im nächsten Blogartikel berichtet…

Und nun zu dir! Welchen der Drehorte möchtest du mit dem car2go besuchen?