30 Dez 2016
car2go INSIGHTS

Roadtrip im Smart von China nach Europa. Part 1 Peking – Helsinki

Die halbe Welt umrunden, das macht man sonst mit dem Flugzeug. Oder mit dem Schiff. Oder im smart. Im smart? Richtig, denn Jessie von car2go China hat sich mit ihrem fortwo auf den Weg gemacht: auf eine Reise von 35.000 km.

„Lange Autofahrten sind meine Leidenschaft. Bevor ich zu car2go kam, habe ich bei smart gearbeitet. Hier kam in einem Meeting mal die Idee auf, als Marketing-Gag mit einem smart von Peking zum smart Produktionsort in Hambach fahren.

Die Idee setzt sich nicht durch – schließlich ist der smart kein Langstreckenfahrzeug. Eigentlich.

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Denn mich ließ die Idee nicht mehr los. Meine Freunde hielten mich für verrückt: „Der smart ist so ein kleines Auto! Wie willst du damit so eine lange Strecke fahren? Der wird auf den 1.000 km kaputt gehen.“

Mein Freund Bin Liu dagegen teilt dieselbe Leidenschaft. Nachdem ich bei car2go angefangen habe, habe ich immer mehr von den car2go Locations in Europa gehört.

Ich habe oft darüber nachgedacht, ob es eine Möglichkeit gibt, sie alle einmal zu besuchen. Irgendwann haben wir uns spontan dazu entschlossen, die Tour nach Deutschland zu wagen. Das Ziel: Berlin.

(K)eine Hürde nach der Anderen

Die größte Hürde hast du gestemmt, wenn die Entscheidung gefallen ist, besagt ein Sprichwort. Und es stimmt: Eigentlich war die Vorbereitung relativ leicht.

Wir kauften einen neuen smart, beantragten drei Monate Sabbatical, organisierten uns unsere Visa – wusstet ihr, dass auch ein Auto ein Visum braucht, ohne das man China mit dem Auto nicht verlassen darf? –  packten unsere Sachen (jeder von uns drei Outfits zum Anziehen, ein paar Camping Basics und Instant-Food, schließlich passt in den smart nicht viel rein) und planten die Route.

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Schlafen würden wir in Hotels – im Notfall im Zelt. Dann fuhren wir los, von China über Russland nach Europa.

Zwei Chinesen, ein Russe und Google Translate

Etwa 2.000 km später kamen wir an der russisch-chinesischen Grenze an. Über Russland wusste ich bisher nichts, deshalb war unsere Fahrt auch eine Reise ins Ungewisse.

14 Stunden standen wir an der Grenze und haben gewartet, dass wir passieren dürfen. Das ist hier wohl normal.

In diesen 14 Stunden haben wir gemerkt, dass wir auf eine komplett unterschiedliche Kultur treffen.

Die Menschen dort hatten zudem noch nie einen smart gesehen: Einer von ihnen klopfte auf das Dach und sagte „Was ist das denn? Ist das ein Auto… aus Plastik?“

Sie sprachen kaum Englisch und versuchten sich mit Händen und Füßen mit uns zu verständigen. Mit Hilfe von Google Translate unterhielten wir uns über unser Vorhaben mit einem smart nach Deutschland zu reisen.

38 Hot Dogs und Borschtsch Suppe

Während unserer langen Fahrt durch Russland haben wir nur an Tankstellen oder an Hotels Halt gemacht.IMG_4502_small

Dabei gehörten 38 Tankstellen-Hotdogs und Borschtsch, ein russisches Nationalgericht, zu unserer Hauptnahrung – denn wenn man sich nicht verständigen kann und die Internetverbindung für Google Translate den Geist aufgibt, kann man nicht das bestellen was man essen möchte.

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Als wir eines Nachts kein Hotel finden konnten, haben sogar wir bei sechs Grad in einem Zelt übernachtet. Über Moskau und St. Petersburg kamen wir nach Finnland. Von hier aus begann unsere große Europa Tour