18 Okt 2016
LOCAL FLAVOUR

Schanze, Kiez, Michel – Hamburg für alle…

Es gibt unzählige Ergebnisse zur Frage, was man in Hamburg unternehmen kann. Die meisten Einträge scheinen aus den Hochglanzprospekten der Touristikunternehmen zu stammen und sollten zum Grundwissen eines jeden Hamburgers gehören.

Hamburg meine Perle… viele Einwohner und Besucher assoziieren mit der Hansestadt vor allem den Hafen mit den berühmten Landungsbrücken, den HADAG-Fähren und Fischmarkt. Aber auch die Shoppingmeile Mönckebergstraße oder alternativ der Bummel durch die Schanze stehen hoch im Kurs. Abends geht man/frau zum Musical von Stage-Entertainment, auf den DOM oder die Reeperbahn, am Wochenende gern zum HSV oder zu Pauli.

Das Elbufer bei Övelgönne und das berühmte Café Strandperle sollte auch jeder „echte“ Hamburger kennen. Und was wäre ein herrlicher Sommerabend ohne ein Picknick in Planten un Blomen inklusive Wasserlichtspiele am Abend?

 

Speicherstadt und Hafencity

Bei einem Spaziergang durch die alte Speicherstadt und neue Hafencity vergessen viele große und kleine Gäste im Miniatur Wunderland in der weltweit größten Modelleisenbahn-Landschaft oft Zeit und Raum.

Am Altonaer Balkon und Leinpfad genießt man Aussicht und Architektur, im Tierpark Hagenbeck viele verschiedene Tiere. Durch den Michel kennt man die Stadt von oben, durch die Alsterdampfer von der Wasserseite aus.

Planetarium und Heinrich-Hertz-Fernsehturm sind leider geschlossen, der Highflyer abgebaut, aber so fällt die Qual der Wahl nicht ganz so schwer.

Aber wer war schon einmal mit dem Partyboot MS Hedi bei Nacht im Hafen unterwegs? Oder beim Golfen im Schwarzlichtviertel? Dialog im Dunkeln? Noch nie gehört? Ziesel fahren im Baakenhafen?

In Hamburg geht einiges! Deshalb gibt es heute ein paar richtige Insidertipps abseits der bekannten „Hamburg echt erleben Kategorie“ empfehlen – das Afrikakai bzw. die Afrikastraße!

Hamburg´s Afrikakai

Hierher kommt man mit dem eigenen Auto, Fahrrad, der Kombination Bus/S-Bahn/Bus oder… ganz einfach, spontan und bequem: car2go. Ab 31 Cent pro Minute ist man zum Beispiel in einer Viertelstunde vom Karolinenviertel oder aus der Langen Reihe am Ziel.

Gerade am Wochenende lohnt es sich absolut mit dem/der Liebsten einen spontanen Ausflug auf die andere Seite der Elbe zu machen, um zum Beispiel die wunderschöne Elbmetropole mit ganz anderen Augen zu sehen.

Sogar bei Facebook ist das Afrikakai zu finden, auf der folgenden Karte sieht man, wie nah dieser sehr unbekannte Teil Hamburgs tatsächlich ist:

Google Earth-Afrikastraße

 

Übrigens: 1893 wurde das Afrikakai auf dem Kleinen Grasbrook am Indiahafen erbaut. An diesem Hafenbecken erfolgte der direkte Umschlag zwischen Seeschiff und Bahnwaggon – 1999 wurde ein Teil nach dem Abrutschen der alten Spundwände und Uferbefestigungen zugeschüttet.

Ein Glück, denn sonst könnte man heute wohl keinen ungestörten Blick von der Afrikastraße aus auf die Stadtsilhouette werfen! Wie auf einer Perlenkette reihen sich zwischen den Hafenanlagen viele Sehenswürdigkeiten vom ehrwürdigen Michel bis zur imposanten Elbphilharmonie aneinander. Sanft gleiten die Fahrgastschiffe von Kapitän Prüsse neben den großen Containerschiffen aus Übersee entlang.

Mit Decke und Picknickkorb kann man dort sicher den ein oder anderen „Hamburgkenner“ im Familien- und Freundeskreis mit dem fantastischen Ausblick überraschen!

 

Also schnappt Euch ein paar Freunde und entdeckt mit der A-Klasse oder dem GLA die andere Seite der City! Wenn die Tour dann länger dauert – kein Problem, der Tagestarif deckelt Eure Fahrkosten transparent und sicher. Und für die Angelfreunde unter den Lesern… es soll am Afrikakai sehr, sehr viele Zander geben… Lust auf Tour zu gehen?