10 Sep 2016
car2go INSIGHTS

Ideen transportieren mittels Storytelling

Wie lässt sich eine Idee am besten verkaufen? Wann merkt sich der Zuhörer das Erzählte? Um einen Gedanken wirksam weiterzugeben,  ist Storytelling eine hilfreiche Kommunikationsmethode.

 

Wie Storytelling innerhalb eines Unternehmens als verständliche Kommunikationsmethode genutzt werden kann, erklärte Beth Hofvenschioeld, Trendforscherin der Daimler AG, im letzten Idea Talk.

Wie funktioniert Storytelling?

Storytelling in der Businesswelt gibt es bereits seit circa 20 Jahren und etabliert sich immer mehr in den Geschäftsalltag der Unternehmen.

Nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich können Geschichten erzählt werden. Es ist auch nicht immer die ganz große Bühne dafür nötig. Storytelling kann genauso effektiv im Kleinen genutzt werden, wie in einer E-mail oder PowerPoint Präsentation.

Man muss immer nur die Fragen im Hinterkopf haben, warum präsentiere ich mich und was sollen die Zuhörer mit meiner Information machen. Auf diese Informationen kann man dann sein Storytelling abstimmen.

Von den Profis lernen

Ein gelungenes Beispiel aus der Sicht von Beth ist die Präsentation des neuen MacBook Air von Steve Jobs. Auch er hatte sich vorher überlegt wie er die Kerneigenschaft des MacBook Airs, seine geringe Höhe, anschaulich in einer Geschichte verpacken kann.

Er zog daher während seines Vortrages den neu geformten Laptop aus einem Briefumschlag. Seine Zuhörer waren überrascht, die Aufmerksamkeit stieg, die technologische Innovation wurde deutlich und jedem blieb das Bild bzw. die Geschichte im Gedächtnis.

Tipps zum Nachlesen

Beth empfiehlt für konkrete Tipps das Buch Slide:ology von Nancy Duarte.

„Endlich ein Business-Buch, das ich jeden Tag einsetzen kann.“

Das Wichtigste ist es ihrer Meinung nach, die Zuhörer mit auf eine Reise zu nehmen und in Interaktionen mit ihnen zu treten. Je mehr auf eine bildliche Ausdrucksweise geachtet wird, desto besser werden die Ideen für den Zuhörer greifbar.

Denn durch eine emotionale Ansprache wird der Zuhörer mit seiner Aufmerksamkeit an den Storyteller gebunden. Spannender Weise kann dies auch neurobiologisch belegt werden. Durch die emotionale Verbindung werden bestimmte Gehirnregionen stimuliert, sodass die Idee im Gehirn verankert wird.

 

 

Das Ketchupflaschenorakel

In der heutigen Zeit, in der Sachverhalte oft sehr komplex und Zusammenhänge nicht direkt erkennbar sind, wird es immer wichtiger das Essenzielle herauszufiltern und verständlich zu kommunizieren.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, hat in einem letzten Interview auch Storytelling angewendet, als er nach seiner Einschätzung zum Zeitpunkt des Durchbruches der Elektromobilität gefragt wurde.

„Das ist wie mit der umgedrehten Ketchup-Flasche. Wenn man drauf schlägt, weiß man, irgendwann kommt was raus. Du weißt nicht wann, aber wenn’s kommt, dann richtig. Dann ist es schlecht, wenn man nicht bereit ist.“ (Dieter Zetsche, 22.07.2016, Wirtschaftswoche) 

Er nutzt mit der Metapher um eine Ketchupflasche ein Bild, das jeder kennt und bricht damit einen komplexen Zusammenhang so runter, dass jeder weiß was er damit meint.

Und nun zu dir? Wie hast du deine letzte geniale Idee wirksam erklärt?