17 Jun 2016
LOCAL FLAVOUR

Autofahren international – Österreich unter der Lupe

Die car2go Kunden können an allen Geschäftsstellen durch das Roamen ein Auto mieten und die Stadt erkunden. Roaming bedeutet, dass die Mobilfunknetz-Teilnehmer in einem fremden Netzwerk ganz normal ihr Smartphone bedienen können. Somit können beispielsweise  Nutzer aus Spanien oder Deutschland in Wien ein Fahrzeug mieten. Auf den Straßen Wiens  gibt es allerdings Besonderheiten, die für Fahrer gut zu wissen sind, wenn man sich hinter das  Steuer setzt.

Licht an: In Österreich gilt die Regel, dass das Licht am Auto am Tag angeschaltet werden muss. Das Fahren mit Licht am Tag gilt ganzjährig, tagsüber und auch bei guter Sicht. Dabei kann man sich entscheiden, ob man mit dem Abblendlicht fährt oder mit einem speziellem Tagfahrlicht (Daytime Running Lights).

Das Smartphone ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und mit der neuen App von car2go wird der komplette Mietprozess von Anfang bis Ende mit dem Smartphone erledigt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Fahrer während der Fahrt telefonieren darf. Erlaubt ist mit einer Freisprechanlage zu telefonieren, ansonsten droht eine Geldbuße ab 50 €.

Verhalten beim Unfall: Der Fahrer oder die Beifahrer müssen aufgrund einer Panne oder eines Unfalls das Fahrzeug  verlassen und dabei eine Warnweste tragen, damit sie von den anderen Straßenverkehrsteilnehmer gut gesehen werden. Für jeden Insassen muss eine Warnweste zur Verfügung stehen und vorne im Handschuhfach aufbewahrt werden.

Die Vorfahrtsregelungen sind in Österreich klar: Halten Vorfahrtsberechtigte an, verlieren sie das Recht auf die Vorfahrt. Bei Bergstraßen, wo es fehlende Ausweichmöglichkeiten gibt, muss dasjenige Fahrzeug zurücksetzen, dem dies wegen der örtlichen Verhältnisse leichter möglich ist.

Parken in Österreich: Die Besonderheit beim Parken in Österreich liegt in den eingeführten Kurzparkzonen. Die höchstzulässige Parkdauer in Kurzparkzonen beträgt zwischen 30 Minuten und drei Stunden.

Dabei sind einige Wiener Bezirke flächendeckend Kurzparkzonen. Dazu kommt, dass es innerhalb Wiens von Bezirk zu Bezirk die Zeitregelungen variieren und es zu Verwirrungen bei den Parkenden kommt.

Die car2go Kunden haben Glück, denn sie dürfen an allen öffentlichen Plätzen parken und müssen sich um die Zeiten keine Sorgen machen. Vorsicht gilt bei den gelben Zick-Zack-Linien auf der Fahrbahn, denn die kennzeichnen den Bereich für Parkverbot.

Bei den Ampeln ist eine weitere Besonderheit zu erkennen: Die österreichischen Ampeln blinken grün, bevor sie auf gelb schalten. Daher sollte man während des grünen Blinkens „zügig“ über die Ampel fahren. Schaltet die Ampel gerade auf gelb, sollte man lieber bremsen, bevor man ausgebremst wird.

Die Promille-Grenze für Fahranfänger liegt bei 0,1 Promille und für die Fahrfortgeschrittene liegt sie bei 0,5 Promille. Für car2go Nutzer liegt die Promille-Grenze bei 0,0 Promille.

Für die Autobahn gelten besondere Regeln: Tempolimit ist bei 130 km/h und daran sollte man sich auch halten, da in Österreich oft Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Zudem muss man eine Vignette gut sichtbar und direkt an der Innenseite der Windschutzscheibe aufkleben. Bei Stau auf mehrspurigen Straßen sind alle Autofahrer verpflichtet die Rettungsgasse freizumachen.

Welche Besonderheiten habt ihr noch bei eurer Fahrt in Österreich entdeckt, die ihr so noch nicht kanntet?