8 Jun 2016
car2go INSIGHTS

Das Interview zur neuen car2go Website

car2go hat eine neue Website. Timo Eneam, der bei car2go für User Interface Design zuständig ist, erzählt über die Hintergründe der neuen Website, die Entwicklung, aber auch über die Neuerungen für die Members.

„Nach langer Planung und Umsetzung sind wir stolz mit der Website online zu gehen!“

car2go: Wann begann die Planung zu der neuen Website?

Timo Eneam: Mitte 2014 wurde uns klar, dass die jetzige Website an ihr Limit gelangt ist, sowohl technisch, als auch von der Kapazität her. Durch die starke Expansion von car2go standen bislang andere Themen im Vordergrund – jetzt war die Website dran.

Besonders bei dem car2go App-Release haben wir uns viel Zeit genommen, um das Screendesign anzupassen und auf die Generationen Y und X anzupassen. Um das zu erreichen, habe ich mich mit dem YI-Designer von mytaxi zusammengesetzt und überlegt, wie Web und App besser zusammen wachsen können.

car2go: Wie spiegelt die neue Website den Brand Spirit von car2go wieder?

Timo Eneam: Hauptsächlich wollten wir die neue Website für die Kunden mobil-optimieren, denn die alte Website war das noch nicht. Gerade die Kundeninteraktionen, wie z.B. Passwort zurücksetzen, waren auf den Smartphones schwer zu lesen und durchzuführen. Diesen Trend wollten wir nicht verpassen und holen jetzt auf.

Zusätzlich ist car2go für seine Einfachheit bekannt und auf den Fahrzeugen selbst werden die Member per QR-Code auf die Website weiter geleitet. Die Informationen, die man auf der Website sucht, konnte man auf der bisherigen Website allerdings nur schwer finden. Diese Gründe und die technischen Veralterungen bedeuteten, dass es Zeit für einen neuen Webauftritt war.

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car2go: Was für Unterschiede gibt es zur alten Website?

Timo Eneam: Es gibt kein Dropdown-Menü mehr, also die Mitglieder werden direkt durch die IP auf die entsprechende Countrypage geleitet. Ein Vorteil ist, dass wenn die Mitglieder Cookies speichern, werden sie bei erneutem Öffnen der Website dann direkt auf die Locationpage geleitet, also z.B. „Stuttgart“ – Das Suchen nach der richtigen Location hat ein Ende.

car2go: Was für Highlights wird es für die Member geben?

Timo Eneam: Neu ist, dass die Website den Membern mobil-optimiert angezeigt wird und es außerdem ein neues Gimmick geben wird. Dabei handelt es sich um eine Karte, die Live-Daten von den Autos zeigt. Die Orte der Autos werden durch Pins in der Karte angezeigt und diese poppen dann je nachdem auf oder verschwinden auch wieder, wenn sich ein Auto im echten Verkehr in den Bereich der Karte bewegt.

Gerade in einer geschäftigen Stadt wie Vancouver oder Hamburg ist ganz viel Leben auf der Karte zu sehen. Die Bewegungen der Fahrzeuge werden bereits zum Launch der Website zu sehen sein. Im Nachgang wird man die Fahrzeuge nicht nur sehen, sondern ebenfalls direkt reservieren können.

car2go: Was wird für car2go neu sein?

Timo Eneam: Für car2go gibt es den Vorteil, dass die Autoren selbständig Neuerungen eingeben und veröffentlichen können. Vorher gab es Zyklen bis wann der Content von den Locations geliefert werden musste und ging dann online. Ungeschickt war es dann, wenn sich Rechtschreibfehler eingeschlichen haben.

car2go hat einige Assets, wie z.B. Videos, die produziert werden und nun durch die neue Website geschickt verwendet werden können.

car2go: Wie viele und wer ist alles bei der Erstellung beteiligt?

Die Website besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der statische, der die Informationen den Membern liefert. Der zweite Teil ist der, der aus den individuellen Inhalten besteht. Dieser nennt sich myAccount und beinhaltet dann z.B. die Kundendaten, Passwörter oder die Ansicht der Fahrten.

Ich plante und organisierte den statischen Teil mit dem ECM (Enterprise Content Management)-Team von Daimler und meine Kollegin Franziska Franz, Product Owner bei car2go, betreute den myAccount mit dem TSS-Team von Daimler.

Wir haben zusätzlich mit einer Agentur zusammen gearbeitet und den Software-Grundstein gelegt.

car2go: Was muss man alles bei der Vorbereitung beachten?

Timo Eneam: Technisch musste man sich ein Framework aussuchen, welches von unserem Mutterkonzern unterstützt wird und das stetig erweiterbar ist, da die alte Website diese Funktion nicht hatte. Das kann man sich vorstellen wie Lego, dabei können ständig weitere Module dran gebaut werden.

Zusätzlich musste man beachten, dass für Nordamerika, Europa und China jeweils unterschiedliche Anforderungen nötig sind. Ebenso auf die Städte runter gebrochen –jeder hat nochmal spezielle Informationen, die leicht zu verwenden sein müssen.

Ebenfalls sind einzelne Abteilungen mit ihren Inhalten eingebaut worden. Die Abteilungen Presse, HR und Business Customer haben ihren eigenen Link im Footer bekommen.

Alle Dinge muss man dann in einem Konzept vereinen, das alle Infos berücksichtigt und das war die große Herausforderung für die neue Website.

car2go: Wie geht man bei einer Website-Erstellung vor?

Timo Eneam: Zuerst holt man sich alle Infos ein und dann macht man eine Inventur mit dem ganzen Content, um diesen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Dieser Überblick bietet die Möglichkeit für jede Location den gleichen Inhalt zu erstellt und mit dem gleichen Inhalt live zu gehen.

Im letzten Schritt wurden der statische Teil (Content) und der individuelle (myAccount) zusammen geführt. Danach konnten die Autoren den Content einfügen und die Grafiken erstellt werden – die Website lebt von den Bildern.

Vielen Dank Timo, für das spannende Interview!

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