16 Jul 2015
BIG PICTURE

Sharing Economy: Kleider-Sharing

Wer kennt das Problem nicht: Ihr steht vor dem gut gefüllten Schrank und wisst trotzdem nicht, was ihr anziehen sollt. Entweder passt euch die alte Kleidung nicht mehr, sie gefällt nicht mehr so wie früher oder ihr wisst gar nicht so wirklich, warum ihr dieses Kleiderstück damals überhaupt gekauft habt. Zum Wegwerfen ist die Kleidung viel zu schade und Neukäufe erlaubt das Budget nicht? An dieser Stelle kann der Gedanke des Teilens gut ansetzen.

Viele haben schon einmal Klamotten mit Freunden getauscht: ein tolles Stück finden und obendrein überflüssige Kleidung loswerden – eine klassische Win-Win-Situation, bei der eure Freunde profitieren, aber auch ihr selbst.

Was auf kleiner Ebene funktioniert, gibt es auch ein paar Nummern größer im Rahmen von Kleidertauschpartys oder auf Plattformen im Internet.

Im großen Stil fand Mitte Juni eine von Greenpeace organisierte Kleidertauschparty statt. In 40 Städten, darunter Hamburg und München, haben nach Angaben der Organisatoren 10.000 Menschen teilgenommen.

50.000 Kleidungsstücke haben dabei ihren Besitzer gewechselt und so ihren Weg in ein neues Leben gefunden. Kleidertauschpartys gibt es häufig und fast überall in Deutschland.

Auf der Facebook-Seite von Klamottentausch.net könnt ihr euch über Termine informieren. Es lohnt sich aber auch, für die eigene Stadt einfach nach Kleidertauschparties zu googlen.

Foto: Veist Kleidergeschichten / www.laurenthoffmann.com

Posted by Klamottentausch on Montag, 21. Mai 2012

Kleidertausch im Internet

Einen anderen Weg geht die Plattform Kleiderkreisel. Über einen virtuellen Markt kann jeder seine Kleidung anbieten – zum Tausch, Verkauf oder zum Verschenken.

Kleiderkreisel ist also keine reine Sharing-Plattform, dafür aber exklusiv für Kleidungsstücke!

Leihen statt besitzen

Warum besitzen, wenn ihr die tollen Stücke auch ausleihen könnt? Das dachten sich die Macher der Internetseite frents.com und gründeten eine Plattform zum Ausleihen von einer ganzen Reihe von Dingen.

Hier findet ihr alles: neben Kleidung selbst Fahrzeuge, Spiele oder Bücher. Über eine Suchfunktion oder über die Kategorie Mode & Accessoires kommt ihr zu den zur Verfügung stehenden Klamotten.

Diese könnt ihr dann anfragen und gegen eine Gebühr oder auch kostenlos ausleihen.

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Wie wäre es mal mit einem Designerstück? (Foto: Rainbow Wardrobe von Torsten Schulz, CC BY-SA 2.0, zugeschnitten)

Leihen als Abo

Beim „neverending Kleiderschrank“ der Kleiderei aus Hamburg ist dreht sich der Grundgedanke um die Gegenüberstellung von Besitz vs. Verleih. Hier werdet ihr nicht zum Besitzer eines Kleidungsstückes, ihr leiht es einfach für einen Monat aus.

Über eine Mitgliedschaft – die ihr nach dreimonatiger Startphase wieder kündigen könnt – bekommt ihr pro Monat vier Kleidungsstücke zugeschickt, die ihr euch selbst aussuchen oder kuratieren lassen könnt.

Ist der Monat vorbei, schickt ihr die Kleidung einfach wieder zurück.

Das Magazin der Kleiderei besteht aus Secondhand-Ware sowie aus Designerstücken von aufstrebenden oder schon bekannten Designern. So könnt ihr tolle Mode tragen, ohne dass euch der Kleiderschrank überzuquellen droht.

Kennt ihr noch andere Wege, um Kleidung zu teilen? Dann schreibt sie uns! Nutzt dafür die Kommentarfunktion. Auch eure Fragen zu car2go beantworten wir auf diesem Wege gern.

Beitragsbild: P1000803 von Michael, CC BY 2.0, zugeschnitten