16 Dez 2014
BIG PICTURE

Sharing Economy: Weniger besitzen, mehr teilen

Bei car2go geht es nicht um Besitz, sondern ums Teilen. Carsharing ist Teil einer größeren Bewegung, der Sharing Economy: Nicht nur Autos lassen sich teilen, sondern auch Jobs, Unterkünfte oder Gegenstände.

In unserem Blog schauen wir uns die Möglichkeiten des Teilens genauer an. Den Anfang machen Gegenstände, etwa Werkzeug oder Küchenutensilien.

Denn ihr müsst euch nicht alles neu kaufen, sondern könnt auch einfach leihen, was ihr eher selten benötigt. Wir erklären euch, wie’s geht.

In jedem Haushalt gibt es Dinge, die selten zum Einsatz kommen. Eine Bohrmaschine beispielsweise bohrt dem Wirtschaftsmagazin brand eins zufolge in ihrem ganzen Leben durchschnittlich gerade einmal 13 Minuten.

Wer sich mit diesem Wissen lieber keine Bohrmaschine zulegen will, sie aber dennoch benötigt, kann sie sich vielleicht bei Nachbarn leihen.

Schon startet die Sharing Economy im Kleinen. Einer hat einen Rasenmäher oder eine Leiter, die er nicht immer benötigt. Ein anderer verleiht gern Waffeleisen und Kabeltrommel.

Für Sharing-Interessierte gibt es mittlerweile einige Anlaufstellen. Drei davon haben wir für euch zusammengetragen.

Websites oder Apps

Beitrag von frents.

Leihdirwas.de, WHY own it, frents oder Leila – so heißen ein paar der Plattformen im Netz, auf denen Nutzer Angebote zum Teilen einstellen können. Der Vorteil bei diesen Anbietern liegt klar darin, dass das Angebot übersichtlich aufbereitet wird.

Ihr findet Suchfunktionen vor und könnt sortieren und stöbern, wie ihr es aus Online-Shops gewohnt seid. Der Leila Berlin (kurz für Leihladen) hat zudem auch eine direkte Anlaufstelle in einem Laden in Prenzlauer Berg.

Dort könnt ihr eure teilbaren Gegenstände problemlos abgeben und abholen. Die Leihgaben erhaltet ihr entweder kostenlos oder gegen eine Gebühr. Manchmal ist eine Kaution fällig.

Wie immer macht’s die Mischung: Am besten vergleicht ihr die Plattformen selbst. Schließlich kauft ihr ja auch nicht ausschließlich in einem Online-Shop ein, oder?

Facebook-Gruppen

Foto: Facebook Website Screenshot von Spencer E Holtaway,CC BY-ND 2.0, zugeschnitten

Foto: Facebook Website Screenshot von Spencer E Holtaway, CC BY-ND 2.0, zugeschnitten

Auf Facebook gibt es für so ziemlich alles eine Gruppe, also auch für Sharing-Interessierte. Je nachdem, wonach ihr sucht, könnt ihr verschenken, tauschen, verkaufen, kaufen und verleihen.

Gebt einfach in der Suchfunktion von Facebook den Namen eurer Stadt in Kombination mit den jeweiligen Verben ein, zum Beispiel „Biete, Suche, Tausche, Verschenke – BERLIN“ oder „Verkaufen, Verschenken, Tauschen in/um Stuttgart“.

Teilweise zählen die Gruppen mehrere 10.000 Mitglieder – keine schlechten Voraussetzungen, um Tauschpartner und -objekte zu finden.

Aufkleber am Briefkasten

Die Sharing Economy funktioniert auch analog, nämlich mit Aufklebern. Die Idee stammt vom Verein Pumpipumpe und ist denkbar einfach: Per Aufkleber am Briefkasten signalisiert ihr euren Nachbarn, dass ihr eine Luftpumpe, einen Grill oder Werkzeuge habt.

Eure Nachbarn können dann einfach bei euch klingeln und das Tausch- oder Leihgeschäft kommt in Gang – ganz ohne Internet, soziale Online-Netzwerke oder Apps.

Beitrag von Pumpipumpe.

Die Aufkleber von Pumpipumpe erhaltet ihr kostenlos auf der Website des Vereins. In manchen Städten, Hamburg und Stuttgart zum Beispiel, könnt ihr euch die Aufkleber auch vor Ort abholen.

Ihr habt weitere Ideen, wie und wo sich Gegenstände tauschen und leihen lassen? Teilt sie mit uns! Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion unter dem Blogeintrag. Auch eure Fragen und Anmerkungen könnt ihr auf diesen Wegen an uns richten.

Wir freuen uns auf euer Feedback!

Beitragsbild: Life is Sharing von Alan Levine, CC BY-SA 2.0