22 Mai 2014
LOCAL FLAVOUR

City Trips: Auf geht’s nach Düsseldorf!

„Berlin ist hip“, „München ist bunt“, „Köln ist einfach korrekt“ und „Hamburg ist grün“. Und wie sieht’s mit Düsseldorf aus, wenn Google die Suchanfrage „Düsseldorf ist…“ vervollständigt? Dann ist Düsseldorf wegen eines laufenden Kunstwettbewerbs gerade „ARTig“ und „die Landeshauptstadt von…“. Googles Autocomplete nach zu urteilen, ist Düsseldorf also kein Muss. Wir zeigen euch in unserer Reihe City Trips, dass die Realität anders aussieht.

Jede Stadt hat ihre Must-Sees, in Düsseldorf ist das nicht anders. Der Hauptbahnhof gehört vielleicht nicht unbedingt dazu, aber da starten City Trips eben in der Regel: Raus aus dem Bahnhof, ab zum Carsharing-Angebot von car2go und auf zu einem definitiven Must-See, dem Rheinturm.

Folgt dazu einfach der Karlstraße vor dem Hauptbahnhof knapp drei Kilometer nach Westen, Richtung Rhein, wo sie erst zur Graf-Adolf- und später zur Haroldstraße wird.

Niko Korte / pixelio.de

Niko Korte / pixelio.de

Um richtig wach zu werden, könnt ihr euch hier den Adrenalinschub des Tages geben: Legt euch im Rheinturm einfach auf die Fensterscheiben in 168 Metern Höhe. Eine Etage darüber könnt ihr das Erlebnis anschließend bei einem Kaffee sacken lassen und den Ausblick auf die Stadt genießen.

Von hier seht ihr den Landtag und auf der anderen Seite bereits das nächste Ziel, den Medienhafen, der nur rund zwei Kilometer entfernt ist.

Der Medienhafen

Auf dem Weg zum Medienhafen gibt es eine ganze Reihe architektonisch beeindruckender Bauten. Bei der Sanierung des Medienhafens wurde die Fläche nicht als ein Ganzes konzipiert, sondern jeder Architekt leistete seinen eigenen Beitrag zum Gesamtbild – daher das erfrischende Durcheinander.

Von der Stromstraße geht links die Ernst-Gnoß-Straße ab. Hier seht ihr das Stadttor, ein Bürohochhaus mit dem Grundriss eines Parallelogramms.

Folgt ihr weiter der Stromstraße, gelangt ihr zuerst zu den Gehry-Bauten, die mehr nach Skulpturen als nach Gebäuden aussehen, und dann auf der Kaistraße zum Port Event Center mit seinem ungewöhnlichen „Wolkenbügel“.

Über die Franziusstraße kommt ihr nach rechts auf die Speditionsstraße und damit auf die kleine Halbinsel. Hier seht ihr unter anderem das Colorium, das höchste Gebäude des Medienhafens, und das Roggendorf-Haus, an dem die bunten „Flossis“ hochklettern.

Foto-shooting, Landmesser by Dieter Hopf / pixelio.de

Foto-shooting, Landmesser by Dieter Hopf / pixelio.de

Zeit für etwas Kultur: Nehmt als Abkürzung „The Living Bridge“, um zurück zum Rheinturm zu kommen, und geht weiter nach Norden bis zur Rheinuferpromenade. Unter der Erde gibt es hier Kunst im Tunnel zu bestaunen. Auf 888 Quadratmetern finden in dieser stillgelegten Tunnelröhre Ausstellungen Platz.

Auf nach Flingern!

Pauschaltouristisch veranlagte Menschen würden jetzt oberirdisch auf der Promenade etwas essen und dann auf der Königsallee shoppen gehen. Wir empfehlen euch ein Alternativprogramm: Nehmt euch ein Restaurant in einem der angesagten, kreativen Stadtteile, zum Beispiel die Erbse in Flingern – ein gemütliches Restaurant mit leckerem Essen und netter Bedienung, dass bei den Einheimischen beliebt ist.

Um dort hinzukommen, schnappt euch ein car2go, fahrt zurück zum Bahnhof, folgt der Karlstraße und verlasst sie nach wenigen Hundert Metern rechts auf die Ackerstraße. Biegt an der Haltestelle Birkenstraße rechts auf die gleichnamige Straße ab und folgt ihr, bis sie zur Flurstraße wird. Dort findet ihr die Erbse.

Sollte die mal voll sein, dürftet ihr in Flingern schnell eine Ausweichmöglichkeit finden. In diesem Stadtteil gibt eine ganze Reihe von Cafés und Restaurants. Hier lässt es sich günstig leben und wo das der Fall ist, sind Kreative meistens nicht weit.

Wenn euer Herz also für Ateliers, Galerien und Designer schlägt, seid ihr in Flingern genau richtig. Niemand nimmt es euch übel, wenn ihr hier versackt.

Wenn euch allerdings nach mehr ist, könnt ihr mit dem car2go zurück nach Westen und den Tag hier ausklingen lassen – entweder an der Bar im Salon des Amateurs am Grabbeplatz 4 oder bei Electro-Musik in der Jungen Tonhalle auf dem Ehrenhof 1. Oder ihr erkundet Flingern weiter auf eigene Faust.

Mit unserem Carsharing seid ihr flexibel.

Haben wir eurer Meinung nach etwas vergessen, das bei einem City Trip nach Düsseldorf nicht fehlen darf? Schreibt es uns als Kommentar.

Beitragsbild: Susanne-Brinkhoff / pixelio