19 Feb 2014
LOCAL FLAVOUR

Think Big – Street Art in Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin ist eines der besten Beispiele dafür, wie Street Art den öffentlichen Raum verschönern kann. Besonders beeindruckend ist es, wenn Künstler ganze Häuserwände damit füllen. Ihr wollt auf der Suche nach diesen Kunstwerken nicht ziellos umherirren? Wir haben für euch eine Tour zusammengestellt, auf der sich Kunst und Urbanität an jeder Fassade begegnen.

Unsere Tour beginnt am südlichen Ende der Oberbaumbrücke: Hier erwartet uns am Magnet Club eine Flächen, die der Italiener BLU verschönert hat: „Leviathan“ zeigt einen pinkfarbenen Riesen, der aus kleineren Menschen besteht. BLU ist seit 1999 aktiv und hat bislang nicht nur die Kreuzberger Straßenzüge, sondern auch Gebäude in England und Südamerika verschönert.

© Timo Borowski

© Timo Borowski

Wir folgen der Skalitzer Straße, bis wir links in die Oppelner abbiegen können, an deren Beginn sich gleich mehrere Künstler verewigt haben: Die brasilianischen Zwillinge Os Gêmeos mit ihrem hausgroßen „Yellow Man“ und der Local Hero Nomad mit seinen „Rounded Heads“ im Piktogramm-Stil.

Der Berliner gehört zu den bekanntesten Street Artists Europas und stellt seine Arbeiten auch in Galerien aus. Selbst bei Hollywood-Stars wie Ashton Kutscher sind Nomads Werke heiß begehrt.

© Timo Borowski

© Timo Borowski

Wir bewegen uns an der nächste Möglichkeit nach links, in die Wrangelstraße, und sehen nach zwei Blocks an der Kreuzung zur Curvystraße „The Lads“ von London Police – die wohl größten Strichmännchen weit und breit. Die Figuren des Künstler-Duos sind mittlerweile weltbekannt und schmücken Häuserfassaden auf dem gesamten Erdball.

© Timo Borowski

© Timo Borowski

Weiter geht’s nach links in die Curvystraße Richtung Spree: An der nächsten Kreuzung, Ecke Schlesische Straße, treffen wir wieder auf BLU, dieses Mal mit seinen „Brothers“ – zwei maskierte Männer, die mit ihren Fingern die Buchstaben „E“ für „East“ und „W“ für „West“ formen und versuchen, sich gegenseitig die Maske vom Kopf zu reißen.

Über die Schlesische Straße begeben wir uns zurück zum Schlesischen Tor und biegen nach links auf die Skalitzer. Eine U-Bahn-Station weiter geht’s nach rechts in die Oranienstraße – eine wahre Graffiti-Fundgrube.

Gleich zu Beginn sehen wir eine Hauswand in schwarz-weiß mit Tieren, die an Seilen hängen – ein Werk des belgischen Streetartists ROA. Das Bild mit dem Titel „Natute Morte“ hat sich beinahe ganz natürlich in seine Umwelt eingefügt.

© Timo Borowski

© Timo Borowski

Der „Astronaut“

An der nächsten Kreuzung, dem Heinrichplatz, beenden wir unseren Trip. Hier sehen wir eines der bekanntesten Graffitis Berlins, den „Astronaut“ von Victor Ash. Wenn ihr euch auf dem Platz umschaut, entdeckt ihr auch mehrere kleine Kunstwerke, unter anderem Jack Nicholson mit seinem irren „The Shining“-Blick an einer Rolllade – der ideale Ausgangspunkt also, um auch die kleinen Street Art Pieces zu entdecken.

Falls das Wetter in Berlin mal nicht so schnieke ist und es regnen sollte, gibt es natürlich noch ein eine gute Alternative, um die Tour fortzusetzen: Einfach das Smarthphone zücken, die App starten und ein trockenes car2go reservieren.

© Timo Borowski

© Timo Borowski

Street Art ist flüchtig, wir hoffen also, dass ihr seht, was wir gesehen haben. Welche Hauswände dürfen eurer Meinung nach bei einer Tour durch Kreuzberg nicht fehlen? Schreibt sie uns in den Kommentaren!