6 Apr 2018
car2go INSIGHTS

Globales Teamwork: So funktioniert Instagram bei car2go

Als rein visuelles Medium besetzt Instagram im Social Media Kanalmix eine ganz besondere Stelle – nirgends sonst muss das Corporate Design so sehr beweisen, was digital in ihm steckt und nirgends sonst wird die Markenbotschaft in einer solchen Frequenz visuell auf den Punkt gebracht. Darüber hinaus ist der car2go Instagram-Kanal wie kein Zweiter ein Beispiel für ambitionierte internationale Zusammenarbeit.

Doch wie schafft es ein Team mit Kollegen aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Nord Amerika, dass alle den gleichen Kanal nach vorne bringen? Der gemeinsame Weg dahin war lang.

Die Amerikaner sind den Europäern in der Adaption neuer Social-Kanäle ja gern zeitlich etwas voraus – so auch bei Instagram. Daher lag der Kanal zunächst in der alleinigen Verantwortung der US-Kollegen, die aus Kappa-Gründen nur circa 4x im Monat Content bereitstellen konnten.

Klar, dass der Content noch so gut sein kann – ein richtiges Community-Feeling und großartige Interaktion kommen da eher nicht auf. Doch mit der Übernahme durch Facebook und der beständig wachsenden Nutzerschaft über viele Altersgruppen hinweg hat Instagram gerade auch für Marken ein großes Potential.

Daher stellte sich das globale Social Media Team die Frage, wie Instagram in Zukunft optimiert und im Sinne der Member und der Marke relevant und interessant gestalten werden kann.

Und dafür ging’s – wie bei jedem Aufsetzen eines neuen Kanals – erstmal in eine gemeinsame Konzeptionsphase.

Was will und kann car2go mit Instagram erreichen?

In der entstehenden Kanalstrategie wurden dann unter anderem so Fragen beantwortet wie: Wie wird mit Hashtags umgegangen? Sind Bildbeschreibungen lang oder kurz? Werden Nutzer ge-regramt und wenn ja, wie sieht das dann aus?

Dabei war klarer Tenor, dass manches zwar durch Studien vorgegeben wird (z.B. Captions mit einer Länge von circa 138 Zeichen / maximal 7 Hashtags etc.), aber dass jede Marke mit ihrer Community darüber hinaus trotzdem herausfinden muss, was individuell am besten passt.

Da Instagram rein visuell ist, brauchte es außerdem eine Erweiterung des bestehendes Corporate Designs.

Hierfür wurden verschiedene passende, bereits vorhandene Filter sowie ein paar manuelle Bearbeitungsoptionen festgelegt, die bei jedem Asset weltweit zum Einsatz kommen, um einen einheitlichen Brand-Look zu garantieren.

Auch beim Thema Instagram-Stories legte sich das Team auf verschiedene Regeln fest. Beispielsweise, was Themenblöcke angeht oder den Einsatz der Community Manager als Erzähler vor der Kamera.

Wie kann ein Team mit verschiedenen Sprachen, Mentalitäten und Zeitzonen einen Kanal zusammen betreiben?

Doch der wichtigste Teil waren die Fragen zur gemeinsamen Content-Produktion und zum Community Management, denn der Kanal sollte der erste Social Media Kanal werden, der auch nach außen zeigt: car2go ist eine globale Marke, aber mit starken lokalen Wurzeln.

Heute kann man an jedem Tag der Woche Content aus einem anderen car2go Land finden: jedes Land hat einen festen Tag, an dem es seine Facette der Marke teilen kann. Die Bildbeschreibungen sind jeweils auf Englisch und der Landessprache.

Beim Community Management übernimmt jeder Community Manager abwechselnd eine Woche. Das heißt, die Community tauscht sich auf Instagram mit dem gesamten Team aus – mal kommt die Antwort aus Spanien, mal aus Deutschland, mal aus den USA usw. Kanalsprache ist dabei Englisch.

Außerdem hat sich das Team auf den Zettel geschrieben, pro Region (EU & NA) jeweils mindestens eine Insta-Story im Monat zu teilen – oft sind es aber fünf oder sechs, die Member mit in die car2go Locations, zu Events oder hinter die Kulissen nehmen.

So entsteht ein Eindruck der Marke, der die Community über ihre eigenen Produkt-Erfahrungen mitnimmt und sie visuell einlädt, die Mobilität und Lebenswelt der Member rund um den Globus kennenzulernen.

Wie stellt ein internationales Team sicher, dass sich der gemeinsame Kanal weiterentwickelt?

Ganz genau wie bei allen anderen Social Media Aktivitäten ist es auch bei einem neuen Kanal wichtig, sich klare KPIs zu setzen, diese regelmäßig in einem Reporting zu betrachten und konsequent dahingehend zu optimieren.

So gibt es sowohl für den Kanal, als auch für Instagram-Stories Reportings, die im Team durchgesprochen und aus denen Learnings für die weitere Handhabung gezogen werden.

Für 2018 wurde das erarbeitete Konzept auf der Basis dieser Learnings komplett überarbeitet und jetzt wieder neu getestet. Was aber bleibt ist die länderübergreifenden Zusammenarbeit und der glokale Markenauftritt.

 

Wir sind neugierig: Was nutzt du auf Instagram mehr – Bilder-Posten oder Stories und warum?