2 Okt 2016
BIG PICTURE

Im Interview mit Maria Vassilakou

Die Vize-Bürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung, Maria Vassilakou ist eine langjährige car2go Kundin und die treibende Kraft hinter der positiven neuen Carsharingregelung der Stadt Wien. Sie stand in einem persönlichen Interview Rede und Antwort.

Mobilität ist einer der Hauptaspekte nachhaltiger Stadtentwicklung: Kaum etwas nimmt so viel Einfluss auf die Lebensqualität wie der Stadtverkehr. Carsharing kann dabei einen großen Beitrag zur Reduzierung des privaten Autobesitzes leisten.

_LUK5345kompri

car2go: Wie lange sind Sie schon Teil der car2go Wien Community?

Maria Vassilakou: Ich bin sozusagen eine Nutzerin der ersten Stunde und war begeistert, als car2go nach Wien gekommen ist.

 

car2go: Können Sie sich an Ihre erste car2go Fahrt erinnern? Wie war Ihre Erfahrung mit unserem Smart?

Maria Vassilakou: Die erste Fahrt habe ich vor allem aus Neugier gemacht. Jetzt bin ich überzeugte Carsharing-Nutzerin.

 

car2go: Warum ist Carsharing aus Sicht der Stadt Wien sinnvoll?

Maria Vassilakou: Wir haben in Wien ein massives Platzproblem. Es gibt in vielen Bereichen der Stadt zu wenig Stellplätze und die EinwohnerInnenzahl in Wien wächst stetig.

Da hilft das Prinzip „Nutzen statt besitzen“. Es ist für das Verkehrssystem der Stadt Wien wichtig, dass es Alternativen zum eigenen Auto gibt.

Eine aktuelle Untersuchung hat gezeigt: Ein Carsharing-Fahrzeug kann bis zu fünf private PKW ersetzen. Das spart Platz.

 

car2go: Welchen entscheidenden Vorteil haben car2go KundInnen in Ihren Augen, Frau Vassilakou?

Maria Vassilakou: Carsharing ermöglicht es, ein Auto dann zu nutzen, wenn man es braucht. Wir wissen, dass in der Stadt ein Auto rund 23 von 24 Stunden steht und nicht benutzt wird.

Das bedeutet, dass Carsharing vor allem einen großen Kostenvorteil für die NutzerInnen bringt.

 

car2go: Sind Sie der Meinung, dass car2go das Stadtbild seit 2011 merklich verändert hat?

Maria Vassilakou: Carsharing ist auch dank car2go nicht mehr aus der Stadt wegzudenken und längst in aller Munde. Wir haben heute über 100.000 Menschen in Wien, die Carsharing nutzen.

„Kein Wiener und keine Wienerin soll mehr auf das eigene Auto angewiesen sein.“

Das ist eine beachtliche Zahl und zeigt, dass Carsharing in Wien endgültig angekommen ist.

 

car2go: Sie sind die treibende Kraft hinter der neuen Carsharingregelung der Stadt Wien. Was beinhaltet die neue Regelung und wie kam es dazu?

Maria Vassilakou: Kurz gesagt: Freefloating-Fahrzeuge können in der Kurzparkzone länger als drei Stunden stehen bleiben und entrichten die Parkgebühr im Rahmen einer Pauschale.

Damit ersparen sich die Betreiber viele unnötige Strafen. Unser Ziel ist es, den Anbietern von Carsharing entsprechende Rahmenbedingungen zu bieten.

 

car2go: car2go wird 2017 die Wiener Flotte auf Mercedes 4-Sitzer erweitern. Was halten Sie davon?

Maria Vassilakou: Je besser das Angebot für das Carsharing desto mehr Menschen werden es nutzen. Daher begrüße ich sehr, wenn car2go seine Flotte erweitert und so auf die Bedürfnisse der KundInnen eingeht.

 

car2go: Was wünschen Sie sich von car2go Wien für die Zukunft der Stadt Wien?

Maria Vassilakou: Ich wünsche mir, dass Carsharing in Zukunft noch mehr Menschen überzeugt, auf das eigene Fahrzeug in der Stadt zu verzichten. Wien wird in wenigen Jahren ab heute über zwei Millionen EinwohnerInnen haben.

Damit die hohe Lebensqualität in der Stadt erhalten bleibt, ist jeder zusätzliche Quadratmeter viel wert. Insofern hoffe ich, dass car2go auch weiterhin innovativ und leistbar bleibt.

 

Was sagst du zu unserer Vize-Bürgermeisterin und der neuen Carsharingregelung?