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…und natürlich die Antworten dazu.
Viele Fragen, die in Online-Foren und E-Mails immer wieder auftauchen, beschäftigen sich mit dem Thema “Parken und car2go”. An dieser Stelle ein paar Antworten auf FAQ’s, schließlich gibt es ja auch mal Nachrichten und Verkehrsmeldungen im Musikradio….
Als im Frühjahr 2008 in Ulm mit der Entwicklung von car2go begonnen wurde, war klar, dass aufgrund der sehr knappen Zeit nicht alle unsere Wünsche und Vorstellungen mit dem Start des Piloten Ende Oktober bzw. Ende März realisiert werden konnten. Da es keine “Standardlösung” gab (und bis heute auch noch nicht gibt), welche den sehr spezifischen car2go Anforderungen gerecht wurde, mussten wir in vielerlei Hinsicht Neuland betreten. Ich erinnere mich an zahlreiche Gespräche mit dem Team, in denen wir um jede noch so kleine Funktionalität gerungen haben und zu guter Letzt doch einsehen mussten, dass nicht alles auf einmal zu haben war.
Letztlich muss man sagen, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und durch gezielte kleinere und größere “Releases” einige von den Funktionalitäten nachgezogen haben, die wir seit Beginn schmerzlich vermissten. Eines der “Features”, das aufgrund der Zeitleiste bis heute auf sich warten lässt, ist die weitgehende Unterstützung so genannter “Smart Phones”, also Geräte der neusten Generation, die jederzeit online sind und durch ihr eingebautes GPS Module den Standort ihres Besitzers kennen. Das iPhone als ein wichtiger Vertreter dieser Generation von Mobiltelefonen hat sehr deutlich gezeigt was hier möglich ist. Dutzende von kleinen Applikationen im Apple AppStore zeigen, wie durch intelligente Nutzung einer aktuellen GPS Position mehr und mehr standortbezogene Dienste entstehen – engl. “Location-based Services”. Durch die Einbeziehung des aktuellen Standorts des Nutzers wird eine stärkere Personalisierung von Dienstleistungen ermöglicht. “Mashups” – also die Kombination zwei oder mehrere solcher Location-based Services sind heute das Salz in der Web 2.0 Suppe und ermöglichen Dienstleitungen, die vor Jahren nur mit sehr hohem Entwicklungsaufwand und teurer Hardware machbar waren.
Was liegt also näher als car2go, d.h. Carsharing 2.0, mit dem Web 2.0 zu verbinden? Genau das haben offensichtlich auch unsere Kunden erkannt, und nicht allzu lange nach unserem öffentlichen Start in Ulm Ende März gab es erste private und öffentliche Experimente in diesem Umfeld. (weiterlesen…)
Kommunal-Wahlkampfauftakt der Grünen in Ulm. Was eignet sich zum Trommeln besser, als das in aller Munde befindliche Mobilitätskonzept car2go aufzugreifen und mit einem bike2go Aktionsprogramm Aufmerksamkeit zu erregen?
In der Ulmer Südwest-Presse las sich das zunächst wie eine Gegenveranstaltung zu car2go („bike2go statt car2go“) – kann aber so sicherlich nicht gemeint sein. Schließlich greift car2go die Idee des carsharing in einer sehr modernen Form auf und entspricht damit nicht nur einem Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen vom November 2008, in dem carsharing als wichtiger „Beitrag zur ökologischen Erneuerung des Verkehrssystems und zur Entwicklung einer neuen und stadtverträglichen Mobilitätskultur“ ausdrücklich begrüßt wird. Auch im Ländle selbst schreibt die Grüne Landtagsfraktion Baden-Württemberg in einem „Grünen Autopapier“: „Der Einstieg von Autoherstellern in das Car Sharing ist sowenig abzulehnen wie die Einführung von Biolebensmitteln in Supermärkten.“ Also kein Widerspruch von bike2go und car2go.
Wir sind auf jeden Fall mächtig gespannt und drücken die Daumen, dass das Konzept erfolgreich ist. Anstatt einen Gegensatz der Konzepte zu konstruieren, scheint nämlich ein sinnvolles Miteinander erste Wahl zu sein. Auf diese Art und Weise entwickelt sich Ulm allmählich zur Vorzeige- und Modellstadt neuer Mobilitätskonzepte, von dem alle profitieren können. bike2go und car2go können sich so auf sinnvolle Weise ergänzen und den Mobilitätsmix in Ulm bereichern. Dem Projekt bike2go von dieser Stelle aus: Gutes Gelingen!