car2go betrat, als es im Oktober 2008 in Ulm startete, verkehrsplanerisches Neuland. Ein vergleichbar flexibles System spontan zu mietender Fahrzeuge gab es bis dahin nicht. Eine Frage, die sich seitdem immer wieder stellt, ist die der Fahrzeugverteilung im Stadtgebiet.
Das erste Jahr car2go in Ulm zeigt in seiner Bilanz beeindruckende Zahlen:
Fast 18.000 registrierte Kunden statt der ursprünglich erwarteten 8.000,
235.000 Mietvorgänge und eine zurückgelegte Strecke von
3,3 Millionen Kilometer, das mehr als einer viermaligen Hin- und Rückfahrt zum Mond entspricht oder – um auf den vier Reifen zu bleiben – mehr als 80 Erdumfahrungen in Äquatorhöhe.
car2go ist gut angekommen in Ulm, Neu-Ulm und rings um die beiden Donaustädte. Doch nicht nur dort sieht man die blauweißen smarts täglich unterwegs. Es gab IDO- (Identified Driving Object) Sichtungen an der Nord- und Ostsee, in den benachbarten Alpenländern, Frankreich und ein Fahrzeug kam sogar mit einem Sticker der Sardinien-Fähren zurück. Diese Langstreckenfahrten geben natürlich Stoff für zahlreiche Anekdoten, haben andererseits aber einen entscheidenden Nachteil: sie blockieren Fahrzeuge, die dort benötigt werden, wo sie bei einem innerstädtischen Mobilitätskonzept am Sinnvollsten sind: in der Stadt.
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Rechtzeitig zum meteorologischen Frühlingsanfang öffnete der Genfer Auto Salon seine Pforten und präsentierte die Frühjahrskollektion der Autohersteller. 2010 war dies bereits zum achtzigsten Mal der Fall, doch zum ersten Mal zeigte sich car2go am Genfer See.
Die Besucher wurden auf rotem Teppich durch die Messehallen geführt und fanden car2go auf dem smart Messestand in guter Nachbarschaft zu Mercedes-Benz und Rolls Royce.
Das blau-weiß des car2go hob sich kontrastreich vom grün-weiß des smart electric drive ab, der gleich in dreifacher Ausführung auf dem Stand zu bewundern war: als offenes Modell, das Einblick in sein technisches Innenleben gewährt, als komplettes Fahrzeug zum hineinsetzen daneben und wie ein grün-weißes Rieseninsekt an einer Säule hängend.