Rechtzeitig zum meteorologischen Frühlingsanfang öffnete der Genfer Auto Salon seine Pforten und präsentierte die Frühjahrskollektion der Autohersteller. 2010 war dies bereits zum achtzigsten Mal der Fall, doch zum ersten Mal zeigte sich car2go am Genfer See.
Die Besucher wurden auf rotem Teppich durch die Messehallen geführt und fanden car2go auf dem smart Messestand in guter Nachbarschaft zu Mercedes-Benz und Rolls Royce.
Das blau-weiß des car2go hob sich kontrastreich vom grün-weiß des smart electric drive ab, der gleich in dreifacher Ausführung auf dem Stand zu bewundern war: als offenes Modell, das Einblick in sein technisches Innenleben gewährt, als komplettes Fahrzeug zum hineinsetzen daneben und wie ein grün-weißes Rieseninsekt an einer Säule hängend.
Die Messe stand ganz im Zeichen alternativer Antriebsformen und so war es auch nicht verwunderlich, dass Besucher fachkundig auf die Tankklappe des car2go zeigten und ihrer Begleitung erklärten: „Hier kommt dann der Stecker zum Aufladen rein!“ Die zwei „Explainer“ Marcus und Tatjana schüttelten in solchen Fällen den Kopf und erklärten lächelnd, dass car2go mit einem sparsamen Dieselantrieb betrieben wird.
Die beiden sind schon auf der IAA in Frankfurt für car2go am Start gewesen und kennen das System entsprechend gut. Dass es jedoch wirklich einwandfrei funktioniert, zeigte sich bei einer kleinen Startpanne zu Messebeginn. Nach Beenden einer Miete wurde das Fahrzeug nicht als „frei“ angezeigt. Der scheinbare Fehler klärte sich schnell auf: der Tank des car2go war komplett entleert und so wurde nach dem Abmelden das Fahrzeug für weitere Mieten gesperrt bis das Serviceteam den Tank gefüllt hätte. Der Service kam dann hier prompt von den smart Kollegen, die mit einem Dieselkanister anrückten und so wieder einwandfreie Mietvorgänge auf der Messe ermöglichten.
Für car2go war es nach Frankfurt und Detroit bereits die dritte Messe, auf der sich das Daimler Mobilitätskonzept der Presse und dem Fachpublikum präsentierte – beinahe schon eine feste (Mess-)Größe.
Natürlich wurde in Genf besonders oft die Frage nach der Einführung des Mobilitätskonzeptes in der Schweiz gestellt, carsharing ist hierzulande schon lange ein Begriff und wird zahlreich genutzt.
Mit Informationen versorgt konnten sich die Standbesucher anschließend auf bequeme Polster niederlassen und sowohl sich als auch ihrem Handy eine kleine Erfrischung gönnen. Letztere ließen sich an einer mit vielen Steckern unterschiedlicher Hersteller versehenen Leiste aufladen, während ihre Besitzer von freundlichem Messepersonal in der Wartezeit Getränke oder kleine Snacks serviert bekamen. Das Angebot reichte vom Mini-Käsefondue (!) bis zu Hot Dogs, die in Anlehnung an den aktuellen smart Trailer von stilecht verkleideten Herren verteilt wurden.
Was macht eine Automesse sonst noch aus? Mit Ausnahme der am Abend stets schmerzenden Füße natürlich viel Prominenz an den Pressetagen. Während Justin Timberlake am Audi-Stand zu sehen war (aber nicht sang…), konnte Mercedes-Benz autogerechter punkten: Michael Schumacher und Nico Rosberg schauten bei der Pressekonferenz vorbei und fuhren mit dem neuen Formel1-Safety-Car vor – dem SLS AMG.
Vor allem steht auf der Messe natürlich die inhaltliche Information und hier drehte sich alles um Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit. Bei vielen Herstellern scheint dies leider auf Kosten des guten (Design-)Geschmacks zu gehen, nicht so bei Mercedes. Ein Star der Messe war die Designstudie des neuen F 800 – so schön kann ökologisch korrektes Fahren also auch aussehen.
Keine Geschmacksfragen hingegen bei car2go: hier stimmen Design und Umweltwerte und das mit konventionellem Dieselantrieb im alten und neuen CO2-Weltmeister: dem smart fortwo cdi.
Übrigens: Wie man hier sehen kann, auch immer noch das kürzeste Auto seiner Klasse….
Dieser Beitrag wurde am Montag, 08. März 2010 um 11:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie car2go abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
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