An einem sonnigen Dienstag vor zwei Wochen hatten zehn Studierende aus Zürich die Gelegenheit, car2go in allen Feinheiten selbst auszutesten. Innerhalb eines Kooperationsprojekts im 3. Semester untersuchen die angehenden Interaction Designer den Service car2go. Und da gab es einiges zu entdecken.
Projekt in ULM from Danny Arielli
Ziel unseres Projekte ist es, konkret konzipierte Neuentwicklungen für Teilaspekte in car2go aufzuzeigen und mit Prototypen zu demonstrieren. Vier Projektgruppen haben inzwischen ihre Aufgabenstellung formuliert:
Die Gruppe erarbeitet Führungen und Hilfen für unterschiedliche Benutzertypen. Der Erstbenutzer weiss nicht, wie man das Fahrzeug öffnet oder startet. Leute, die noch nie einen Smart gefahren sind, wissen nicht, wie der Kofferraum aufgeht. Wenn man mal tanken muss, sind einige Detailangaben gefragt. Wie können diese Infos an den Kunden gebracht werden, so dass er sie dann hat, wenn sie gebraucht werden?
Um “Points of Interest” geht es der zweiten Gruppe, also Orte, die von den Kunden immer wieder angefahren werden. Idealerweise soll man diese selbst konfigurieren, verwalten und dann im Smart-Navigationssystem einfach aufrufen und ansteuern können. Eventuell kann die Gemeinschaft der car2go Nutzer dann weitere passende Orte empfehlen. Wie kann solche Funktionalität schnell und einfach benutzt werden?
Welcher car2go Benutzer kann sich nicht noch daran erinnern: im Stadthaus hat man das Siegel aufgeklebt bekommen, jetzt will man losfahren. Wo finde ich ein Auto? Wie komme ich dort hin? Wie kann ich es schon mal für mich reservieren? Der Weg dorthin ist für den Erstnutzer nicht unbedingt leicht, zumal, wenn er sich in Ulm nicht auskennt. Wie kann dem Kunden dabei geholfen werden?
Das car2go Internet-Portal bietet den Nutzern jetzt schon einige Möglichkeiten. Einige hilfreiche sind recht versteckt und bei anderen existiert Verbesserungspotential. Wie aber sieht das komplette Portal aus, wenn man es mit einem mobilen Endgerät, sprich Smartphone verwendet? Welche Funktionalität fällt weg, welche kommt neu hinzu? Wie werden existierende Teile mobil umgesetzt?
Während unserer Test und Untersuchungen in Ulm gab es zahlreiche Aha-Momente und lustige aber auch kritische Momente. Wie bei jedem guten Test laufen dabei möglichst viele Dinge unerwartet schief. Das ging dann im konkreten Fall bis zum verpassten Zug für die Rückreise, weil das Fahrzeug sich nicht mehr verschliessen lies. Weitere Impressionen für Interessierte:
Wir sind sehr froh um diese umfangreiche und herausfordernde Aufgabenstellung “car2go” und gespannt auf die Fallstricke und Gruben, die wir in dem Projekt überwinden wollen. Von den Ergebnissen wird man hier bald wieder lesen können. Wir freuen uns auf Kommentare und Anregungen.
Magnus Rembold ist Dozent in der Vertiefung Interaction Design der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Zusammen mit Prof. Jürgen Späth betreut er das Kooperationsprojekt mit Studierenden des 3. Semester am IAD
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 21. Oktober 2009 um 10:41 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Mitarbeiter, Kunden und Gesellschaft, Technologie & Innovation, car2go abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
Bis jetzt gibt es noch keine Kommentare.