Seit Dienstag kommen auch Neu-Ulmer in den Genuss von car2go und können die in den bayerischen Landesfarben gehaltenen smarts anmieten und abstellen, ohne die Donau überqueren zu müssen. Die Geschäftsgebietserweiterung ist nach Meinung vieler längst überfällig gewesen, sind doch die beiden Nachbarstädte auf das Engste miteinander verflochten – nun also auch durch das Daimler-Mobilitätskonzept. Dabei haben findige car2go Nutzer natürlich entdeckt, dass Neu-Ulm auch schon vorher keine car2go freie Zone war: Mit den Stellplätzen am EvoBus-Werk und an der MB-Niederlassung gab es schon seit Start der öffentlichen Pilotphase eine – mehr oder weniger versteckte – Möglichkeit seinen smart auch in Bayern rund um die Uhr mieten zu können. Trotzdem war die Erweiterung einer, wenn nicht der am Häufigsten geäußerte Wunsch bei den Kunden und auch die Stadt Neu-Ulm begrüßte den Schritt über die Landes- und Stadtgrenze. Bürgermeister Hölzel, der von car2go Marketing-Manager Christian Geiss am Dienstagmittag am Rathaus symbolisch eine „Welcome-Box“ überreicht bekam, ließ es sich nicht nehmen gleich mal auszuprobieren ob auch lange Menschen im smart bequem sitzen können (sie können!) und er versprach sich in der nächsten Woche gleich auch als Kunde anzumelden.
Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: Im Gegensatz zu Ulm sind in Neu-Ulm nicht alle Ortsteile im car2go Gebiet enthalten, jedoch der überwiegende und vor allem bevölkerungsreichste Teil der Stadt. Dazu gehören neben der Stadtmitte noch die Ortsteile Wiley, Offenhausen, Schwaighofen, Ludwigsfeld und Pfuhl. Wie aus Ulm gewohnt, können von nun an auch dort die Autos auf jedem freien öffentlichen und nicht bewirtschafteten Parkplatz im bebauten Bereich abgestellt werden.
Mit der Erweiterung wächst das car2go Areal um gut 2.000 ha und rund 40.000 Einwohner. Auch zehn neue speziell gekennzeichnete car2go Stellplätze wird es in Neu-Ulm geben: am Rathausplatz (hinter dem Rathaus), dem Dietrich-Theater, dem Hallenbad, dem Mövenpick-Hotel und an der Hochschule. Zusätzlich stehen natürlich weiterhin die schon bestehenden zwölf Stellplätze bei Evobus und der Mercedes-Benz-Niederlassung zur Verfügung.
Anlaufpunkt auch für Neu-Ulmer Bürger ist das Stadthaus am Ulmer Münsterplatz. Im dortigen car2go Shop können sich alle Interessierten ihr car2go Siegel auf den Führerschein kleben lassen (Mo, Di, Mi, Fr von 9 Uhr – 17:30 Uhr, Do von 9 Uhr – 19 Uhr und Sa von 9 Uhr – 16 Uhr).
Die aktuelle Karte des Geschäftsgebietes
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 03. September 2009 um 22:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie car2go abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
1. MHH
Kommentar vom 03. September 2009 um 23:19
Gibt es dann auch weitere Autos? In der Weststadt (v.a. Söflingen) und in der Stadtmitte bedeutet es ja oft schon Glück ein Auto vorzufinden.
Wie sieht es eigentlich mit einer Mobilen Reservierungsmöglichkeit aus? Ohne Teure Mobilfunkgebühren. Ich dachte im Kopf zu haben das es eine MobilHandyfreundlichere Version der Webseite geben soll. Ist das noch in Arbeit?
2. Markus Jordan
Kommentar vom 04. September 2009 um 05:27
Soweit mir bekannt ist, wird es vorerst keine weiteren Autos geben – die 200 bleiben, die Auslastung soll dadurch erstmal weiter gesteigert werden.
3. Ulm - Blog - 03 Sep 2009
Pingback vom 24. September 2009 um 16:57
[...] car2go Blog » In Ulm, um Ulm und jetzt auch in Neu-Ulm… [...]
4. HL
Kommentar vom 25. September 2009 um 15:51
Die (gefühlte) Fahrzeug-Verfügbarkeit in den Randbezirken ist seit der Gebietserweiterung deutlich schlechter als vorher. Dies führt wohl mittlerweile oft dazu, dass dort abgestellte Fahrzeuge sofort wieder reserviert werden (zumindest tauchen solche Fahrzeuge oft gar nicht mehr in der Karte auf). Für mich persönlich ist das System dadurch leider nahezu unbenutzbar geworden. Falls eine nennenswerte Anzahl von Reservierungen wieder storniert wird (was man ja sicher leicht prüfen kann), würde es (kurzfristig) evtl. helfen, den Reservierungszeitraum von 24h auf deutlich weniger zu verkürzen. Ansonsten würde wohl nur eine Aufstockung des Fuhrparks Abhilfe schaffen.
5. MHH
Kommentar vom 28. September 2009 um 18:51
Dem kann ich nur zustimmen. Hier ist es meistens unmöglich ein Auto zufinden. Es ist also unbrauchbar geworden. Da wir uns daran gewöhnt haben mit einem Auto einkaufen zu gehen heißt es jetzt, zu schauen wo auf dem Heimweg ein Auto steht das man mitnehmen könnte, um dann später einkaufen zu gehen. Und selbst das klappt meistens nur mit größerem Umweg….
6. LB
Kommentar vom 29. September 2009 um 14:56
Schade finde ich, das man in Neu-Ulm wohl einige Stadtteile völlig ignoriert hat, wogegen in Ulm doch alles erschlossen ist. Ich habe mich schon lange angemeldet in der Hoffnung endlich mal loslegen zu können. Nun wird das wohl nichts !!
7. RMF
Kommentar vom 08. Februar 2010 um 16:00
Die Nichterschließung vieler Stadtteile von Neu-Ulm ist sehr zu bedauern. Wann kommt endlich Reutti, Finningen, Gerlenhofen und die anderen in den gleichen Genuss wie Unterweiler etc. ?????
Macht was car2go !